So bleibt die Bank auch in einer Krise Ihr Partner!

So bleibt die Bank auch in einer Krise Ihr Partner!

Zeigen Sie Ihrer Bank kurz und knapp unternehmerischen Sachverstand und Weitsicht. Mit einfachen Schritten können Sie das selbst umsetzen.

Sie haben als Unternehmer ihren Businessplan jährlich (fort-) geschrieben, die Leistungen und Produkte kalkuliert und Absatzmengen bestimmt. So soll es sein. Wenn Sie sich als Unternehmer richtig auf das Geschäftsjahr vorbereitet haben, dann haben Sie an Vieles gedacht. Was passiert nun aber, wenn die ersten Monate des Jahres vergangen sind und die Umsatzergebnisse nicht wie geplant eintreten?

Die Statistik (Quelle: Dienstleistungsreport der IHK Halle-Dessau) zeichnet ein klares Bild. Nach 5 Jahren haben bereits 77 % der Unternehmen die Tätigkeit wieder eingestellt. Nach 10 Jahren haben von den verbleibenden Unternehmen weitere 13 % die Aktivitäten beendet. Nach 15 Jahren weitere 5 % und nach 20 Jahren noch einmal 2 %. Der Krisenverlauf ist dabei vielfach ähnlich. Zuerst stellt der Unternehmer fest, dass etwas nicht stimmt. Das gründet sich nach unserer Erfahrung meist auf einem Gefühl als auf wirkliche Fakten. Danach beginnt das Stadium der Spannung und Wut. Hier bemerken Mitarbeiter, Familie und Freunde des Unternehmers die Veränderungen. Oft besteht das Tagesgeschäft nur noch aus „Management-by-Kontostand“. Kurz vor dem Ende der Krise stehen dann Verzweiflung und Resignation.

Spätestens dann ist es schwierig, wenn nicht bereits unmöglich, Liquidität und Betriebsmittel für das Aufrechterhalten des Geschäftsbetriebes und dringende Veränderungen zu akquirieren. Wenn der Unternehmer in einer solchen Situation den Weg zur Bank geht, dann reagieren die Banken meist „negativ“ auf seine Anfrage. Es ist jedoch grundsätzlich wichtig und in einer solchen Drucksituation auch existentiell notwendig, hervorragend vorbereitet ins Bankgespräch zu gehen. Die Banken sind grundsätzlich risikoavers. Sie wollen kein Geld verlieren. Die Zustimmung zu einer Nachfinanzierung in einer Notlage des Unternehmens muss hervorragend vorbereitet sein. Grundsätzlich empfiehlt sich immer zuerst den Weg zur Hausbank zu nehmen. Diese ist mit Ihrem Unternehmen bereits vertraut. Zudem ist es sehr schwer, eine neue Bank in ein bestehendes Engagement einzubeziehen.

Damit Sie bei den Verhandlungen gut vorbereitet sind und auch schon vorher eine gute Bankenkommunikation zeigen, sollten Sie nachfolgende 3-Punkte-Strategie beachten:

3-Schritte für ein positives Image bei der Bank

  • Versorgen Sie Ihren Bank-Betreuer (auch in der Gründungsphase) immer mit aktuellen BWAs und Kurzberichten. Wir helfen unseren Mandanten mit einem Controlling-Kurzbericht, der auf einer DIN-A4 Seite alle wesentlichen Kennzahlen ausweist und einen schnellen Überblick ermöglicht.
  • Nutzen Sie die Kompetenz Ihres Unternehmensberaters, der eng mit Ihrem Steuerbüro zusammenarbeiten sollte. Nur wenige Steuerberater sind in der Lage, komplexe betriebswirtschaftliche Zusammenhänge im Rahmen der Unternehmenslenkung und –steuerung zu erfassen und zu bewerten.
  • Reichern Sie diese Unterlagen mit einem Kurzkonzept an, das Ihre unternehmerische Entwicklung in der letzten Periode beschreibt. Diese Unterlagen, insgesamt nur 5 bis maximal 10 Seiten, legen Sie Ihrem Bank-Bearbeiter z. B. quartalsweise vor.

Sollten Sie in eine Krise geraten, verschuldet oder unverschuldet, kann sich der Banker schnell und unkompliziert einen Überblick verschaffen. Für das anstehende Gespräch sollten Sie eine Kurz-Analyse der Krisen-Ursachen und Verbesserungsvorschläge gemeinsam mit Ihrem Unternehmensberater vorbereiten. Bestenfalls können Sie die Maßnahmenrichtung und die Wirksamkeit der Verbesserungen in Prozent und Euro ausweisen. Nehmen Sie Ihren Unternehmensberater zum Bank-Gespräch mit. Das schafft Sicherheit!

Die folgenden 7 Punkte stellen taugliche Maßnahmen dar, die Ihre Bank in Krisensituationen von Ihnen erwartet:

7 Punkte zur Krisenbewältigung mit der Bank

  • Lösungsvorschläge wie Sie das Geschäftsmodell anpassen werden, um Auftrags- und Nachfragerückgänge zu stoppen
  • Stundungsverhandlungen mit Ihren Gläubigern (z. B. Lieferanten, Vermieter) und deren Ergebnis
  • Wie Sie künftig Forderungsausfälle vermeiden, z. B. durch Factoring
  • Was Sie gegen Kostensteigerungen tun. Wann haben Sie sich das letzte Mal die Kostensteigerung Ihres Lieferanten vorrechnen lassen?
  • Zeigen Sie auf, welche staatliche Unterstützung ggf. möglich ist.
  • Offerieren Sie einen Katalog zusätzlicher Sicherheiten
  • Legen Sie dar, welche Umstrukturierungen Ihnen möglich sind

Halten Sie sich an diese praxiserprobten Hinweise! Mit dieser Vorbereitung zeigen Sie unternehmerischen Sachverstand und Weitsicht. Sie hinterlassen einen positiven Eindruck bei der Bank und schaffen Raum für Gespräche. Sie machen deutlich, dass Sie als Kapitän auch bei rauer See das Steuer fest in der Hand haben.

Lassen Sie sich gern auch bei Ihren Kauf- oder Verkaufsvorbereitungen professionell unterstützen und konzentrieren Sie sich auf die wesentlichen Punkte. Wir haben jahrelange Erfahrung, nicht nur im Umgang mit Banken und Förderinstituten, sondern haben auch etliche Unternehmensübernahmen und -übergaben erfolgreich begleiten können. Treten wir doch in Kontakt und erörtern Ihre Möglichkeiten bei einem unverbindlichen Erstgespräch.

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